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Sommergewitter

Jeder kennt sie und viele lieben sie – Sommergewitter. Nach einem richtig heißen Tag, ist es Abends meist die willkommene Abkühlung. Lisa und ich lieben es ja, wenn es Abends so richtig schüttet, wie aus Eimern, und man gemütlich eine Serie schaut oder ein Buch liest…

Nur unser Mädchen, die mag das nicht so sehr. Woher die Angst vor dem „Knall“ kam – wir wissen es nicht. Tatsache ist aber, dass es sich über die Jahre hinweg leider nur verschlimmert hat. Schlussendlich, nur ein kleiner zitternder, unter der Couch kauernder, Hundehaufen.

Wir haben versucht sie zu beruhigen und ihr zu zeigen, dass sie wegen einem Gewitter, oder auch Silvester, keine Angst zu haben braucht… und sind gescheitert. Weder Leckerlies, noch Körpernähe haben den gewünschten Effekt gehabt.

Verunsichertes Lunchen
Verunsichertes Lunchen

Was also tun? Beruhigungstropfen oder pflanzliche Hilfsmittel wie Bachblüten haben zwar geholfen, brauchen aber ihre Wirkzeit. Und nur weil mal wieder eine Hochzeitsgesellschaft das Feuerwerk abbrennt, will ich möglichst ohne „Drogen“ meinem Hund helfen können.

Eines Abends, es hat mal wieder geknallt, der Hund, zitternd, unter der Couch, kommen wir auf die Idee „Lass den Hund ablenken – hol den Ball!“. Luna war schon immer „ballgeil“. Und unsere Rechnung ging wirklich auf. Kaum hatten wir uns gegenüber gesetzt und den Ball rollen lassen, kam Luna unter der Couch hervorgeschossen, um sich den Ball zu ergattern. Es folgten gut 40 Minuten voller Spiel und Aktion. In dieser Zeit hat es immer wieder geknallt, aber der Drang, den Ball zu jagen, anstatt sich zu verstecken, war viel größer und so hatten wir einen immer noch leicht zitternden, aber glücklichen, hechelnden Hund Zuhause.

Seit diesem Abend, haben wir die „Politik“ des Ablenkens immer weiter verfeinert, und verbinden den Knall mit etwas Gutem. Das letzte Silvester haben Lisa und ich, den Ball werfend im Wohnzimmer verbracht. Heute hängt es, glaube ich, von ihrem „Coolness“-Zustand ab. Manchmal legt sie sich noch in den Schrank, wenn es knallt, aber ohne zu zittern – oder sie bleibt ganz cool im Bett liegen und bewacht das eineinhalbjährige Patenkind weiter, weil das nunmal in ihrer Sicht jetzt wichtiger ist, als sie.

Jedem der ähnliche, oder die selben Probleme hat, kann ich nur empfehlen:

Versucht, das Angenehme mit der Angst zu verbinden. Es kommt natürlich auf den einzelnen Charakter an, bei Bekannten hat diese Taktik auch geholfen.

Habt ihr auch solche, oder ähnliche Probleme überwinden müssen? Was hat euch geholfen?

LG Jérôme

||||| 4 Gefällt mir! |||||

4 Kommentare

  1. Toll, dass Ihr das so in den Griff bekommen habt! 🙂
    Unsere Wauzels sind ja bei Geräusch und Wetter aller Art völlig tiefenentspannt. Deshalb kann ich es mir gar nicht anders vorstellen. Aber ich würde es auch mit Ablenkung versuchen, und mit Nähe.
    Liebe Grüße, Silke

  2. Wir haben das gleiche Problem, allerdings nur zu Silvester. Dann gibt es ein Mittelchen. Bei meinem Kumpel Dusty gibt es einen Leckerchenregen, der hat einen sehr wenig ausgeprägten Spieltrieb. Und Donner und Blitz stören uns wenig, es sei denn, es knallt wirklich mal direkt über uns, aber das ist ja kaum mal der Fall. Wenn doch, dann ist es sehr bequem auf dem Zweibeinerschoß 🙂

    Wuff-Wuff dein Chris

    • Auch eine sehr angenehme Art und Weise so ein Gewitter zu überstehen :-D! – auf dem Schoß!

      LG Jérôme

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