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Maxel

Wie auch auf der letzten Seite (homepets.de) werde ich hier meinem treuen Freund und Wegbegleiter, auf diesem Wege, unsterblich machen.

Stolz bis zuletzt
Stolz bis zuletzt

Der Verlust, der mit seinem Tod einherging, war nicht gerade leicht zu verarbeiten, für keinen aus der Familie.

Er wurde langsam alt, klar konnte er auch nicht mehr so schnell rennen wie früher, aber hat man den alten Miesepeter nicht zu getraut, dass er in so kurzer Zeit aus dem Leben scheiden würde.

Ich möchte hier kurz die Geschichte zu Maxel, einem Langhaar-Chihuahua, erzählen, wie sie, glaube ich, nicht so oft vorkommt.

Ich war damals erst, so etwa 12 Jahre alt, als ich meine erste Katze mit nach Hause brachte. Ihr müsst wissen, dass mein Vater hochallergisch auf jegliches Getier mit Fell reagiert, und somit hatte sich bisher die Frage nach einer Katze oder gar einem Hund komplett erübrigt hatte. Bis dahin hatten wir große Landschildkröten, Wasserschildkröten und Fische daheim.

Nun ja wie gesagt, bis zu jenem Abend als ich Tiger, ein rot getigerter Kater, nach Hause brachte.  Er ist mir die ganze Zeit hinterher gelaufen, und wollte nicht mehr weg. Zunächst durfte er nur in die Garage, die großzügig mit Pullovern und Decken ausgelegt wurde, damit es unserem Gast nicht zu kalt wurde. Auch wurde schleunigst Katzenfutter besorgt, welches er gierig fraß. Die Garagentür wurde nicht ganz geschlossen, nur so weit, so war jedenfalls die Hoffnung meiner Eltern, dass er auch wieder abhauen könne, wenn er denn nur wolle.

Am nächsten Morgen bin ich mit wahnsinniger Hoffnung aus dem Bett geflitzt, und ab in die Garage… und siehe da… da war er! Das ging noch 3 Nächte so, und mittlerweile hatte auch meine Mutter den Kater ins Herz geschlossen. Deshalb hat sie sich auch gegenüber meinem Vater dafür eingesetzt, dass Tiger bei uns bleiben durfte. Er hat sich schließlich auch breit schlagen lassen, jedoch unter der Bedingung, wegen seiner Allergie, dass die Katze nur im Flur bleiben durfte, und nicht in den Wohnbereich. DAS war doch mal was! Jahrelang gefleht, gebettelt, und jetzt hab ich „zumindest“ mal ne Katze, habe ich mir damals gedacht.

Tiger war also in die Familienbande aufgenommen worden, und schon gingen meine Mutter und ich einkaufen: Katzenklo, Katzenstreu, Katzenspielzeug, Kratzbaum, Kuscheldecken etc… eine schier endlos lange Liste wurde für unser neues Familienmitglied gekauft.

Es war eine schöne Zeit, Tiger ging ein und aus, kam zum Tierarzt wurde entwurmt, und lebte mit uns ca ein halbes Jahr. Es war ein schöner Spätsommerabend, als ich auf die Idee kam, mit Tiger „Gassi“ zu gehen. Er ist mir ja überall hin gefolgt. Nun ja wie das Schicksal es denn so wollte, „Wie gewonnen, so zerronnen“, kam mir eine Frau, damals mag sie Mitte, Ende 40 gewesen sein, entgegen und zeigte auf meinen Tiger „Das ist doch meine Katze!!!“. Sie komme gegen Abend mit ihrer Tochter vorbei, hat sie mich noch wissen lassen.

Am Abend kam sie dann auch tatsächlich, und die beiden nahmen unter Tränen Tiger mit. Kein Danke, nichts, nur Anschuldigungen das wir das Tier durch nochmaliges Entwurmen vergiftet haben. Es war nicht schön! Der Abend war für uns gelaufen. Meine Mutter und ich waren fertig. Und irgendwann kam mein Vater her, nahm meine Mutter in den Arm, und sagte, für mich, die Worte meines Lebens : „Ich kauf euch ein neues Wollknäul!“.

Das war der Moment! Meine Mutter und ich haben also die Gedanken nach ca 2 Trauertagen wieder neu gefasst. In der Zeit mit Tiger haben wir erfahren, dass Katzen nun mal um einiges eigenständiger sind, als zum Beispiel Hunde. Wir wussten nicht so recht, ob wir genau das wollten. Ein Wochenende sind wir mal wieder in Karlsruhe spazieren gegangen, und haben einen kleinen Hund gesehen. Das war die Idee!!!

Ich war damals schon Hunde begeistert, und habe Hunde aus der Nachbarschaft immer Gassi führen dürfen, ob es Janosch, ein Golden-Retriever Rüde, oder Leila, ein abgerichtetes Schäferhund-Weibchen. Also daheim sämtliche Hundebücher raus und gewälzt. Hier war der Deal: einen kleiner Hund! Und so trafen wir etwas später auf eine Rasse namens : Chihuahua.

Nach kurzer Zeit haben wir auch eine Züchterin gefunden, und der erste Besuch stand an. Der kleine braune Welpe mit der schwarzen Schnauze und den schwarz umrundeten Ohren. Das war sein äußeres Charakteristika. Und entgegen der Aussage der Züchterin, das würde sich mit der Zeit verlieren, behielt er seine schwarze Schnauze ( sie wurde mit dem Alter auch grauer 🙂 ) und die schwarz umrundeten Ohren. Auch konnte man ihn von seiner Mutter nehmen, und er blieb so lange stehen wie man ihn streichelte, erst dann watschelte er davon. Nicht wie seine Geschwister, die dann gebissen oder rumgeheult haben.

Maxel, oder auch nur Max, kam dann zu uns und hat mich über 10 Jahre begleitet, obwohl wir ein zwiespältiges Verhältnis hatten, würde ich die Zeit mit ihm nicht missen wollen. Dein Ende kam zu früh, du lebst weiter, und in Gedanken bin ich bei dir. Luna vermisst dich auch, Moritz stresst sie nämlich viel zu viel :).

Ich vergesse dich nie, Max.

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