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Luna und die großen Hunde…

Unser kleines Mädchen versteht sich leider nicht so gut mit anderen großen Hunden. Das war aber nicht von Anfang an, sondern erst seit dem Luna von einem anderen (großen) Hund in den Kopf gebissen wurde.
Es war vor knapp zwei Jahren, abends als wir Besuch daheim hatten. Die Hunde, ein großer Bernersennen-Mix und Luna, kannten sich schon seit klein auf. Die beiden haben miteinander gespielt, waren friedlich und es gab keinerlei Anzeichen für Aggression – beiderseits. Wir wissen selbst auch nicht mehr ganz genau, wie es zu der Situation gekommen ist, es passierte schnell… der große Hund, hat sich erschreckt und ist rumgefahren, da stand eben genau Luna da, er bekommt sie zu fassen, packt sie, der kleine Kopf im Maul… … er hat sie Gottseidank nicht geschüttelt. Unser Mädchen ist schon robust, das hat man schon immer gemerkt, Terrier halt, aber dieses Schreien von ihr, das werden wir nicht vergessen.

Es war schon 22 Uhr Abends und wir haben versucht unseren Tierarzt zu erreichen, hatten aber Pech. Luna hat die ganze Nacht ihren Kopf oben gehalten, nicht abgelegt. Sie ist echt keine Pfienzebacke, aber dass es ihr wehtat, sah man ihr an. Früh morgens hat Lisa dann direkt den Hund geschnappt und ist zum Tierarzt gerast, mit dem Ergebnis, dass wir wahnsinniges Glück gehabt hatten. Durch den Biss im Kopf hätte es zu massiven Blutungen kommen können und wäre Luna in der Nacht ins Koma gefallen, hätte auch der Tierarzt wahrscheinlich nichts mehr tun können. Wenn man daran denkt, wie das hätte ausgehen können, läuft es mir immer noch kalt den Rücker runter.

Wir haben versucht Luna, nach einer gewissen Schonfrist, wieder mit großen Hunden spielen zu lassen, hatten aber bei ihr keine Chance. Wir halten unsere Luna nicht von großen Hunden fern, ganz im Gegenteil, bringen sie eher zusammen, wir müssen aber immer wieder eingreifen, denn an ihrer Körperhaltung kann man einfach erkennen, dass sie wieder in ihren „Wahn“ fällt. Wenn man sie dann nämlich ermahnt oder anstupst, „wacht“ sie wieder auf, und entspannt sich wieder. Wir haben jetzt schon verschiedene Fachmenschen gefragt, hatten aber mit deren Ratschlägen leider keinen Erfolg.

Bei ihr läuft jetzt das Programm „Angriff, ist die beste Verteidigung“. Vor allem ist sie jetzt (meist) die, die angreift. Als Beispiel können wir von unserem Agility-Training erzählen. Als wir abgebaut haben, sollten beide Luna’s ohne Leine auf dem Platz rennen dürfen. Bis dahin haben die beiden sich auch gut verstanden, als dann aber Luna (groß) losflitzte, ist Luna (klein) hinterher und hat direkt den Angriffsmodus gefahren – mit dem Ergebnis, dass sie halt auf die Schnuffel von Luna (groß) bekommen hat + Mecker von Herrchen und Frauchen. Danach war Luna (klein) klitzeklein, und der brävste Terrier, den man sich vorstellen konnte.

Wir wünschen uns die Zeiten zurück, in denen Luna ohne Probleme mit Doggen, Golden Retrievern, Schäferhunden etc. gespielt hat.

Hattet ihr auch schon ähnliche Situationen, oder kennt ihr Leute, die auch so ein Problem hatten? Und wenn ja, habt ihr es beseitigen können? Habt ihr Ideen?

LG Jérôme

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4 Kommentare

  1. Hallo Jérôme,
    das ist ja eine wahre Horrorgeschichte! Die arme Luna, man kann ihr wirklich nicht verübeln, dass sie auf große Hunde schlecht zu sprechen ist.
    Ich bin so froh, dass ich bislang mit Hunden aller Rassen, jeden Alters und jeder Größe ausschließlich positive Erfahrungen gemacht habe. Mein Bruder wurde einmal von einem anderen Jack Russell gebissen und war danach auf ALLE anderen Hunde schlecht zu sprechen. Mit viel Geduld und einem Hundetrainer hat sich das dann zum Glück wieder gelegt.
    Liebe Grüße
    Lotta

  2. Wir können Euch nur den Tipp geben – seid Sicher und vermittelt Ruhe wenn Luna auf große Hunde trifft.
    Ihr müsst jederzeit eurem Hund vermitteln das Ihr die Situation im Griff habt.
    Lasst sie nicht einfach „unkontrolliert“ auf einen großen Hund zurasen oder hinterher rennen.
    Ihr müsst zuerst die Situation überblicken und ganz klar vermitteln – es gibt keinen Grund für Stress, ANgriff etc.

    Ich bin mir sicher, ihr schafft das 🙂
    Lg, Carola mit Deco + Pippa

    • Danke für deinen netten Kommentar! Luna lassen wir grundsätzlich nicht auf Hunde zurasen oder hinterher rennen – wenn sie an der Leine ist. Auch wenn sie frei ist, kommt sie zu 99,9% immer zu uns, sitzt sich „bei-Fuß“ ab und läuft auch mit uns mit. Diese „gefährlichen“ Situationen entwickeln sich meist nachdem „Begrüßen“, wenn der andere Hund eben Richtung Kopf schnuppert – dann wird sie meist blöd. Beim Agility Kurs hat sie sehr viel Kontakt mir großen Hunden und das wirkt positiv aus!

      LG Jérôme

  3. Ohje, das klingt ja wirklich übel. Wir haben das Problem auch, als ich noch jung war, wurde ich mal zusammengebissen, seitdem gilt bei mir: Angriff ist die beste Verteidigung. Allerdings unterscheide ich da nicht nach Größe, sondern sage gleich, wo der Hammer hängt. In den letzten zwei Jahren hat es sich etwas gegeben, Frauchen meint, ich hätte das in der Pubertätsphase ordentlich ausgelebt und ab dem dritten Geburtstag wurde ich ruhiger. Dennoch habe ich meine ganz speziellen „Erzfeinde“, bei denen ich nicht ruhig bleiben kann. Wirkliche Tipps können wir euch daher leider auch nicht geben.

    Wuff-Wuff euer Chris

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