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Emma

Emma auf dem Weg...
Emma auf dem Weg…

*15.05.13        †26.11.13

Ich sitze gerade im Bett, während Lisa neben mir liegt und versucht zu schlafen. Ich habe mir selber vorgenommen, Emma eine Seite bei den Sonderseiten zu widmen. Neben Maxel und Carlos, soll sie eine Seite bekommen, auf der ihre Geschichte erzählt werden soll, die leider viel zu kurz war.
Mir fällt es wirklich schwer, die Worte zu finden, die hier passen. Vorhin saßen wir beide zusammen, und haben ein kleines Album erstellt, die Bilder zusammengetragen, auf denen Emma zu sehen ist. Frisch „geschlüpft“, noch nass von der Geburt, zusammen schlafend mit den Geschwistern, im Garten beim Spiel. 24 Bilder, eine kurze, viel zu kurze Geschichte für so eine kleine Maus. Jana und Sascha haben bestimmt noch tausende von Fotos, und wir haben in diesem kleinen Album auch noch Platz gelassen, damit die beiden dieses kleine Album mit ihren Bildern vervollständigen können.

Das was uns tröstet, ist die absolute Gewissheit, dass sie ein wunderbares Leben hatte, ein Zuhause und sie hatte „ihre“ Menschen, die sie liebten. Wenn ich könnte, würde ich diesen Tag rückgängig machen, ich kann es leider nicht. Die Nachricht, die mich am 27.11 erreichte, war ein Weltuntergang. Nicht nur wegen Emma, auch wegen Jana und Sascha. Ich schäme mich in keinster Weise der Tränen, die mir gerade jetzt kommen, jetzt, da ich dabei bin diese Seite zu erstellen, ehrlich gesagt, sind wir beide schon seit Tagen am heulen.

Ich weiss, dass diese Seite, diese Bilder niemals dem gerecht wird, was Emma für Jana und Sascha war, aber die Welt soll wissen, was für ein hell leuchtender Stern Emma war, zumindest für uns.

Es fing an am Morgen des 15.05.13. Ich war gerade dabei, die Tür zu zumachen, um zur Arbeit zu fahren, als aus dem Schlafzimmer ertönte „Schatz, ich glaub die Fruchtblase ist geplatzt!“. Ich konnte leider nicht dabei sein, aber ich wurde durch Lisa im Minutentakt mit Infos und Bilder versorgt. Einen richtigen Whatsapp-Newsticker.
Emma wurde als Dritte von Sechs geboren. Sie fiel sofort auf, mit ihrer schwarz-weißen Fellzeichnung und ihren braunen Augenbrauen. Vom Charakter her war sie von Anfang an aufgeschlossen, spielfreudig und ein echter Wirbelwind – ein Jacky. Eine Zeit lang war die Überlegung im Raum, ob wir selbst nicht Emma behalten wollten, oder meine Mutter. Mein Bruder war Feuer und Flamme, hat mich selber auch angebettelt, dass er sie haben darf. Jana und Sascha waren, und sind, für uns die beste Entscheidung für Emma gewesen. Sie haben Emma geliebt und ihr ein Zuhause gegeben. Dafür sind wir zutiefst dankbar.

Ich erinnere mich noch als wäre es erst gestern gewesen, als ich meine Emails nicht richtig kontrolliert hatte, und ich dann die Emails von Jana las. Voll der Sorge, dass schon alle Welpen eventuell schon vergeben sein könnten, habe ich sie direkt angerufen. Sie ist fast ausgeflippt vor Freude, als sie hörte, dass dem nicht so war. Und als die Beiden das erste Mal bei uns waren, sie haben uns erzählt, dass sie nach einem Rüden schauen möchten. Und wie Emma, damals noch die Nr.3, sich praktisch aufgedrängt hat. Sie wussten damals noch nicht, dass nicht der Mensch den Hund aussucht, sondern der Hund den Mensch. Wie unentschlossen sie gegangen sind, um Bedenkzeit gebeten hatten. Sie hatten nicht mit so einer starken Persönlichkeit gerechnet. Oh Mann… ich bin gerade am heulen… es fällt mir so extrem schwer, es zu akzeptieren, dass sie nicht mehr am Leben ist.

Nun, sie haben sich am nächsten Tag gemeldet und voller Freude und Stolz verkündet, dass sie die „Schwarz-Weisse“ haben wollen. Aber nach einem Namen müssten sie noch suchen. Sie haben sich ziemlich schnell auf Emma geeinigt. Und Nr.3 war ne Emma, es hat einfach gepasst. Mit jedem weiteren Treffen sind die Drei weiter zusammen gewachsen, haben sich auf ihre gemeinsame Zeit vorbereitet. Wie auch die anderen, waren auch Jana und Sascha furchtbar stolz auf ihren Zuwachs.
Emma wurde nun Teil ihres Lebens. Hundeschule, Gassi gehen, Futter kaufen, erziehen, Zubehör kaufen… und vieles mehr. Das war neu, für alle. Und dennoch, hat das alles wunderbar geklappt. Emma war im Urlaub mit dabei, Emma war auf ihren Hochzeitsfotos. Es sind so wundervolle Fotos, weil man die Einheit spürt, das Band, welches sie verbindet.

Leider war es den Dreien nicht so lange vergönnt gewesen, wie es sollte… und das ist einfach nicht fair. Für keinen. Nicht für Emma. Nicht für Sascha. Nicht für Jana. Emma wurde Ihnen am †26.11.13 durch einen tragischen Unfall genommen.
Als wir die Welpen abgegeben haben, gaben wir jedem neuen Halter das Versprechen, jederzeit, 365 Tage, 24 Stunden am Tag für Fragen und Hilfestellungen erreichbar zu sein. Dieses Versprechen ist für uns, durch dieses Unglück nicht gebrochen. Wir fahren morgen zu den beiden und versuchen ihnen ein wenig von der Last von den Schultern zu nehmen. Wir werden gemeinsam trauern, wir werden garantiert heulen, und wir werden lachen. Ich will die Geschichten hören, ich will die Seiten von Emma erzählt bekommen, die sie ausgemacht haben und wie sie ihr Leben bereichert hat.

Hunde sind ein Teil unseres Lebens, ein Teil unseres Selbstverständnisses. Man kann Menschen danach beurteilen, wenn man sich ansieht, wie sie mit Tieren umgehen.

Emma, wir werden dich niemals vergessen. Wir werden uns die Fotos anschauen, wenn die Erinnerung verblasst, und die Geschichten wiederholen. Du hast einen Platz in unserem Herzen!

Ein Kommentar

  1. Jana Jana

    Danke für Eure Worte und Alles was Ihr für uns in der schweren Zeit getan habt. Auch nach 2 Monaten, die Emma jetzt nicht mehr bei uns ist, vermissen wir Sie jede Sekunde. Sie war unser Sonnenschein. Auch jetzt laufen mit wieder die Tränen runter und ich kann nichts dagegen tun. Die vielen Bilder die wir haben sind eine wunderschöne Erinnerung an einen großartigen Hund, der leider viel zu kurz auf dieser Welt war. Sie bleibt immer in unserem Herzen!

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