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Clickertraining

Kennt man ja normalerweise vor allem von Hunden. Aber nicht nur Hunde werden damit konditioniert, sondern alles was man sich vorstellen kann. Im Zoo werden damit Elefanten, Nashörner, Affen… etc. konditioniert. Es können Pferde, Katzen und auch Mäuse geklickert werden. Und letztes, also Mäuse, haben wir auch. In einem meiner letzten Beiträge habe ich euch unsere Wüstenrennmäuse vorgestellt und euch versprochen, dass ich euch mal ein wenig von dem Clickertraining zeige, das ich mit unseren Mäusen mache.

Zunächst einmal sollten wir klären, was Clickern eigentlich ist, denn viele kennen diese Art der Trainingsform noch gar nicht. Mit Clickern bekräftige ich positives, gewünschtes Verhalten, indem ich mit dem „Klick“ genau den Zeitpunkt abpasse und das gewünschte Verhalten so bekräftige. Das hat den Vorteil, dass man die Zeitpunkte für ein gutes Verhalten besser „einfängt“ und es selber leichter hat, die Belohnung zielstrebiger einsetzen zu können. Ein weiterer Vorteil ist, dass sich der „Klick“ immer gleich anhört – ganz im Gegensatz von einem selber. Die Stimme ändert sich ja, zumindest unterschwellig je nach Laune. Gerade bei der Konditionierung von Hunden und Katzen kann ein Clicker, ein gutes Hilfsmittel sein.

Shorty mal ganz zutraulich.
Shorty mal ganz zutraulich.

Zunächst muss man aber den „Klick“ mit etwas positivem verbinden – meist Leckerlies. So lernt das Tier, in unserem Fall die Maus, dass auf ein „Klick“ eine Belohnung kommt und setzt diesen mit etwas positivem in Verbindung. Ein Beispiel, welches ihr auch gleich im Video sehen werdet. Wir machen einmal die Woche den Mäusekäfig sauber. Bisher sind mir die Mäuseviecher immer weggeflitzt, wenn ich sie in den anderen Käfig stecken wollte. Ich möchte mit meinem Training erreichen, dass mir die Maus, freiwillig, auf die Hand hüpft und ich sie ohne Probleme in den anderen Käfig packen kann.

Wie erreiche ich das?

Zunächst wird der Klick mit etwas positivem verbunden. Die Maus bekommt nach dem Klick, direkt einen getrockneten Mehlwurm in die Pfoten. Das wiederhole ich, mindestens 15 Mehlwürmer lang . Dann strecke ich meine Hand flach, mit der Innenseite nach oben, aus und sobald die Maus meine Hand mit der Pfote oder mit der Nase berührt, wird geklickt. So verbindet sie das Berühren meiner Hand mit der Belohnung. Ab dem nächsten Schritt, ist die Maus selber gefragt, ich möchte, dass sie, zumindest mit den Vorderpfoten auf meiner Hand ist – wenn sie das packt, wird geklickt. Wenn nicht, muss ich diesen Schritt, in mehrere kleinere Schritte zerlegen um das gewünschte Verhalten schlussendlich zu erhalten. Ich hab das einfach verstärkt, in dem ich mir den Mehlwurm auf Höhe des Handgelenk erst mal abgelegt habe und sie so erstmal auf meine Hand gelockt habe.

Später gibt es den Mehlwurm erst dann, als sie selber auf die Idee kommt, sich auf die Hand zu setzen. Für mein Training habe ich mir ganz viel von diesem Blog abgeschaut und durchgelesen: Die Schlaumäuse. Wirklich ein lesenswerter Blog und schön beschrieben!

Nach soviel Theorie hier mal unser Video:

Ich habe mir auch schon eine „Basketballausrüstung“ im Kleinformat gekauft und möchte, meine Mäuse soweit fördern, dass sie nicht nur dieses triste „Maus-da-sein“ leben. Es soll schlussendlich so aussehen 🙂

Von unseren Fortschritten berichte ich euch natürlich regelmäßig!
Habt ihr schon selber Erfahrung mit Clickertraining sammeln können? Macht ihr das auch mit euren Hunden oder Katzen – oder zieht ihr die „klassische“ Erziehung vor?

LG Jérôme

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3 Kommentare

  1. Ich werd verrückt – total interessant und pussierlich anzusehen.

    Liebe Grüße – Monika mit Bente

  2. Cooler Mäusezirkus. Wir sind schon gespannt auf die Fortschritte…

    Natürlich clickern wir auch, wenn nicht ausschließlich.

    LG Andrea und Linda

  3. Super, dass ihr euch so um eure Mäuse kümmert. Wir haben das mal mit unseren Kaninchen probiert, aber irgendwie wollten die es nicht verstehen…

    Liebe Grüße!

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