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Alltag mit Hund und Kind

Fast Jahr ist nun mehr her, dass unsere Tochter in unser Leben getreten ist. Die kleine heiss geliebte Maus hat unser aller Leben verändert und einen gewissen Umschwung gebracht. Vorbei sind die Zeiten, dass unsere Hunde an erster Stelle standen. Bereits vor der Geburt haben wir uns so manche Gedanken darüber gemacht, wie wir Probleme vorbeugen und vor allem erkennen können. Keine Frage – so ein Baby ist nicht nur für die Eltern eine Umstellung, ebenso für die vierbeinigen Familienmitglieder war das ein… sagen wir mal… Kulturschock.

Nun fragt mich schon, was man alles im Voraus eventuell trainieren und üben kann, und die Familie so vor weiteren Problemen in einer Zeit, in der man doch viel um die Ohren hat, abhalten kann. Gut ist es, wenn der Hund schon mal den Umgang mit Kindern gewohnt ist – gut, dass sollte, meiner Meinung nach, jeder Hund sein, jedoch ist es gerade bei den eigenen Kindern und Familie, denke ich, noch ein wenig wichtiger.

Wir hatten das Glück, dass wir unser Patenkind sehr oft da hatten und sich Luna & Sharly schon mal an so einen Wirbelwind gewöhnen konnten…man sollte jetzt vielleicht an dieser Stelle erwähnen, dass Luna seit dem nicht mehr so viel Bock auf Kinder hat…sie ist da keineswegs aggressiv oder böse, jedoch neigt sie dazu, wenn es ihr zuviel wird, die Flucht zu ergreifen und sich einfach auf ihren Platz zurückzuziehen. Hier ist dann wichtig, dass Kinder von Anfang an lernen, dass der Platz ein „Time-out“ darstellt und da der Hund nicht angefasst oder gestört wird.

Klar, bei einem Neugeborenen oder einem Säugling ist das mit der Verständnis für eine „Time-out-Zone“ nicht so vorhanden (so wie die Sprache ;-D), ich denke hierbei eher an ein Kleinkind, wie es unser Patenkind war. Generell würde ich den Hund und das Kind nicht alleine lassen – egal wie gut man seinen Hund kennt, es ist immer noch ein Tier und die Rangreihenfolge ist so nach „Hunde-Art“ noch nicht geklärt.

Einfach nur hübsch!

Luna hat eine Zeit lang eine „brummige“ Grundstimmung gegenüber Emely an den Tag gelegt. Das hat uns ein wenig Sorgen bereitet, da wir nicht wussten, ob wir sofort reagieren sollten oder eher abwarten sollten. Durch das Zurechtweisen beider Parteien, und dem regelmäßigen gegenseitigem Kennenlernen, ist diese Phase überwunden. Ich kann nicht mal mehr sagen, ob Luna oder Emely für den Blödsinn verantwortlich ist, den sie beide veranstalten – aber sie stellen als Team Blödsinn an und das ist großartig 😀 !

Beide sind immer unter Aufsicht zusammen, da muss man Emely manchmal ein wenig bremsen, da sie sehr viel überschüssige Liebe hat und diese Luna auch zeigen möchte. Man muss schnell sein, wenn ein unbeholfenes „Ei-Ei“ im Hund einschlägt, was Luna mit großer Geduld über sich ergehen lässt, und Emely‘s Hand bei der Streichelung führen und es ihr zeigen, damit sie ein wenig beherrschter zu Luna flitzt.

Ich bin dankbar, einen Hund zu haben, der sehr viel Geduld mit Kindern an den Tag legt und wenn es ihr zu viel wird, auch einfach geht. Ich vermute einfach mal, dass da bei Luna die Mama durchkommt, schließlich hatte sie früher auch mal dauernd Pfötchen im Gesicht. Sharly lässt noch mehr mit sich machen – und das auch von alleine und sucht Emely ganz bewusst, selbstständig, auf.

Zum Schluss kann ich zusammenfassen, dass wir schon Glück hatten, was die Charakter von Hund und Kind angeht. Beide akzeptieren sich – machen sogar Blödsinn miteinander, und ich hoffe, dass das so ein richtig eingespielter kleiner Chaostrupp wird. Sowas hätte ich mir gerne für meine Kindheit gewünscht.

LG Jérôme

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Ein Kommentar

  1. Ute Ute

    Ja, der Umschwung im Haus machte sich schnell bemerkbar. Doch sehr positiv! Hund, Mensch und Menschlein 😉 leben gemeinsam als Familie. Machen Chaos und haben Spaß zusammen. Das aller Wichtigste, sie lieben einander!

  2. Glückwunsch zur Geburt der Tochter und zu den tollen Fellnasen.

    Viele liebe Grüße
    Sabine mit Socke

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